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Ist jetzt der perfekte Augenblick für einen Facebook-Ausstieg?

12.04.2018

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IST JETZT DER PERFEKTE AUGENBLICK FÜR EINEN FACEBOOK-AUSSTIEG?

In den letzten Wochen haben uns viele Anrufe von Kolleginnen und Kollegen erreicht, die mit dem Gedanken spielen, Ihre Facebook-Firmenseite zu schließen und aus dem sozialen Netzwerk „auszusteigen“. Als Grund nennen viele den aktuellen Facebook-Datenskandal. Wir möchten diese Frage aufgreifen und mit Ihnen das Für und Wider aufzeigen.

DIE MOTIVATION

Fragt man die Anrufer nach den Gründen für den Ausstieg, kommt häufig die Antwort, dass die Endkunden das Vertrauen in Facebook verloren haben oder verlieren werden und auch teils große Firmen den Rückzug aus Facebook ankündigen oder bereits vollzogen haben. In erster Linie fällt dann der Name Tesla. Der amerikanische Elektroauto-Pionier hat seinen relativ spontanen Ausstieg aus Facebook medienwirksam inszeniert. Begründet hat Tesla dies ebenfalls mit dem aktuellen Datenskandal bei Facebook.

Apropos Empörung: Der Dieselskandal erfuhr ein ähnlich großes Medieninteresse und wurde wie die sprichwörtliche Sau durchs Dorf getrieben. Opposition, Presse und Öffentlichkeit schrien Zeter und Mordio, der Selbstzünder wurde totgesagt und zu Grabe getragen. Nur: Die Zulassungszahlen für Dieselfahrzeuge bleiben weiterhin stabil. Der Diesel ist tot, lang lebe der Diesel. Wenn man sich also auf eins verlassen kann, ist es die Furcht vor Veränderung. Oder wie ein großer Politiker schon sagte: „Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern!“ Die Endkunden werden den Skandal also bald wieder vergessen, Ihre kurzfristig aufkeimende Skepsis überwinden und Facebook weiterhin nutzen.

Grundsätzlich ist es nun lobenswert, wenn mittelständische Augenoptiker Ihre Werbe- und Kommunikationsstrategie regelmäßig auf den Prüfstand stellen. Wir vermuten jedoch, dass es andere Gründe für die Erwägung gibt, sich von Facebook loszusagen.

DIE „WAHRE“ (?) MOTIVATION

So wie man das in einer digitalen und vernetzten Welt heute so macht, sieht man sich die Facebook-Seite des Gesprächspartners noch während des Telefonats an und stellt in diesem Zusammenhang auffallende Parallelen fest. Ausnahmslos alle der bislang 11 Anrufer, die uns zum Thema Facebook-Ausstieg kontaktiert haben, haben entweder eine sehr rudimentär gepflegte, um nicht zu sagen „verstaubte“ Facebookseite, und / oder eine sehr, sehr kleine Fangemeinde von weniger als 50 Followern. Dementsprechend gering wird die Rückmeldung über Facebook ausfallen.

Spricht man dieses Thema offensiv an, kann man die eigentliche Motivation der Kolleginnen und Kollegen sehr schnell „herauskitzeln“: Sie stehen eigentlich schon seit Anfang an nicht hinter Facebook, haben die Seite mal angefangen, weil vielleicht ein Kollege dazu geraten hat oder weil Facebook in der (Fach)presse hoch gelobt wurde. Im Laufe der Zeit ist die Seite verwaist, weil sich einfach keiner (freiwillig) bereit erklärt hat, die Facebook-Seite aktiv zu pflegen.

Es geht also plötzlich nicht mehr um den Facebook-Datenskandal, sondern vielmehr darum, dass jener Skandal jetzt die perfekte Begründung – oder darf man hier schon „Ausrede“ sagen? – für einen Ausstieg ist.

Auch hier ist es natürlich sehr lobenswert, wenn man seine Social-Media-Strategie überdenkt und nach langem Grübeln zu der Entscheidung kommt, dass Facebook nicht unbedingt der passende Kommunikationskanal des betreffenden Optikgeschäftes ist. Und selbst wenn dem so ist, dann sollte man in diesem Zusammenhang Folgendes bedenken:

ES GIBT KEIN ZURÜCK!

Nehmen wir einmal an, es kommt zur Entscheidung aus Facebook auszusteigen und man möchte die aktuellen Entwicklungen bei Facebook als offizielle Begründung angeben, dann sollte man folgende Konsequenzen immer berücksichtigen:

  1. Auch wenn die „Früchte“ der bisherigen Facebook-Arbeit überschaubar sein mögen bewirkt das Löschen der eigenen Facebook-Seite nichts weniger als das komplette Ausradieren aller bisherigen „Ergebnisse“ oder einfacher ausgedrückt: Alle Energie, die Sie bislang in Facebook investiert haben, ist mit einem Click umsonst gewesen.
  1. Es gibt praktisch kein Zurück mehr. Denn wenn Sie heute sagen, Sie verlassen Facebook, weil Sie dem Unternehmen nicht mehr vertrauen, und steigen in 1 oder 2 Jahren dann wieder ein, wirkt das nicht sonderlich glaubwürdig.
  1. Nur, weil Sie oder Ihr Team eine persönliche Abneigung gegen den Voyeurismus auf Facebook haben, heißt das noch lange nicht, dass auch alle Kunden oder potenziellen Neukunden diese Meinung teilen und genauso denken!

 

FAZIT

Der aktuelle Facebook-Skandal ist mit Sicherheit eine gute Begründung für alle Kolleginnen und Kollegen, die schon länger mit dem Ausstieg aus Facebook geliebäugelt haben und sich aller damit verbunden Konsequenzen und der faktischen Unumkehrbarkeit der Entscheidung bewusst sind.

Dennoch sind wir uns sicher, dass – bei allen Schwierigkeiten und negativer Publicity die Facebook im Augenblick entgegensteht – das soziale Netzwerk alles tun wird, damit das Vertrauen der User vollumfänglich zurückkommt. Denn schließlich geht es hier nicht um eine Hinterhofklitsche, sondern um ein milliardenschweres Unternehmen, welches seinen Aktionären auch noch in Zukunft satte Dividenden versprechen möchte. CEO Mark Zuckerberg hat sich gestern den Fragen des US-Senats gestellt, Versäumnisse eingeräumt und Besserung gelobt.

Vielleicht ist Facebook und die aktuelle Situation auch einfach nur eine Typsache. Ich möchte daher mal zum Abschluss einen durchaus gewagten Vergleich anstellen und behaupten, dass es zwei unterschiedliche Optiker-Typen gibt.

Stellen Sie sich vor Sie haben einen Kunden, der mit einem super-modernen Gleitsichtglas nicht zurechtkommt und den Sehkomfort bei Ihnen reklamiert. Ein wenig-erfahrener oder ein wenig-motivierter Kollege würde die Brille zurücknehmen, das Geld ausbezahlen und den Kunden „sehenden Auges“ für immer verlieren. Und ein guter Optiker? Er würde seine Arbeit überprüfen, alles hinterfragen und dem Kunden noch einmal ein neues Paar Brillengläser bestellen. Vielleicht mit einer anderen Glastypologie oder mit leicht veränderten Parametern. Aber er würde die Herausforderung annehmen!

In diesem Sinne: Bestellen Sie jetzt einfach mal ein paar neue Gläser!

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