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Corona-Krise:
Wir schaffen das!

17.03.2020

blog

Wir schaffen das!

Ich bin 37 Jahre alt und mit großen Krisen hatten ich und meine Generation bisher – Gott sei Dank! – nur sehr wenig Berührungspunkte. Die letzte Krise, an die ich mich erinnern kann, ist die Finanzkrise vor guten 10 Jahren. Direkt am eigenen Leib getroffen hat Sie mich aber eigentlich nicht. Seien wir also ehrlich: Die größten Krisenfälle für viele in meinem Alter waren bisher ein leerer Handyakku oder der Ausfall des WLANs am Wochenende.

Das Wort Krise wird zwar zunehmend inflationär verwendet, aber bei Corona – würde ich sagen – muss man auf jeden Fall von einer ernstzunehmenden globalen Krise sprechen!

 

Ich habe die Krise unterschätzt!

Vielleicht geht es Ihnen so ein bisschen wie mir! Zunächst habe ich die Corona-Krise unterschätzt und die Situation für mich selbst mit einem „Das wird schon nicht so schlimm werden!“ lässig weggelächelt. Als dann am Sonntag langsam durchsickerte, dass das gesellschaftliche Leben in den kommenden Wochen auf ein Minimum reduziert werden solle, und Corona jetzt tatsächlich auch die eigene Freiheit bedroht, wuchs dann doch unterbewusst etwas Panik. Aber keine Sorge: Toilettenpapier habe ich noch nicht gebunkert!

So schlimm die Corona-Krise unser aller Leben in den kommenden Wochen wirtschaftlich und persönlich beeinflussen wird, ist doch eines klar: Am Ende des Tages ist es wichtig, dass

wir alle gesund bleiben! Damit das klappt, müssen wir alle dazu unseren Beitrag leisten. Vor allem aber kommt es aus meiner Sicht darauf an, dass wir jetzt Solidarität zeigen, uns gegenseitig unterstützen und zusammenhalten!

 

Wie wird uns die Krise treffen?

Natürlich werden wir Augenoptiker – auch wenn wir in den kommenden Tagen als „systemrelevante“ Dienstleister weiter geöffnet haben dürfen – die wirtschaftlichen Konsequenzen teils deutlich zu spüren bekommen. Die Mehrzahl der Bürgerinnen und Bürger wird sich in die eigenen vier Wänden zurückziehen und alle nicht dringend notwenigen Ausgaben minimieren. Dazu wird auch der Kauf einer Gleitsichtbrille zählen! Machen wir uns also nichts vor, die nächsten Wochen werden vermutlich nicht einfach werden für uns alle. Das ist die schlechte Nachricht!

Die Gute: Als grundsätzlich positiv denkender Menschen bin ich gleichzeitig auch der absoluten Überzeugung, dass dieser aktuell fehlende Konsum zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden wird. Wir können uns damit glücklich schätzen, denn ich gehe davon aus, dass wir am Ende des Jahres eine deutlich positivere Bilanz ziehen werden, als wir das vielleicht aktuell vermuten. Die aktuellen Umsatzeinbrüche werden sich mittelfristig durch nachgeholten Konsum zu einem sehr großen Teil wieder ausgleichen! Davon bin ich überzeugt!

 

Heute gibt es kein Schnitzel im Hallenbad!

Anders sieht es da in vielen anderen Branchen aus. Nehmen Sie nur Restaurants. Das Schnitzel, das ich heute Abend nicht im Restaurant esse, werde ich im späteren Jahresverlauf nicht „nachholen“. Dieser Konsum ist unwiderruflich verloren. Das Gleiche gilt für Freizeitaktivitäten wie z. B. einen Besuch im Hallenbad oder Freizeitpark. Ich denke, wir können uns – trotz aller Herausforderung und steigender Wiederbeschaffungsrhythmen – glücklich schätzen, dass wir „nur“ Brillen verkaufen!

Gleichzeitig sollten wir aber allen Menschen unseren höchsten Respekt zollen, die im Gesundheits- und Pflegebereich ihr Bestes geben! Sie leisten eine Überstunde nach der anderen, teilweise bis zur völligen Erschöpfung, setzen ihre eigene Gesundheit aufs Spiel und sind die einzig wahren Helden dieser Krise!

 

Schalten Sie jetzt nicht in den Vogel-Strauß-Modus!

Das Letzte, was Ihr Unternehmen und Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter jetzt brauchen, ist eine Führungskraft die – gemäß der Vogel-Strauß-Methode – den Kopf in den Sand steckt. Gerade in bewegten Zeiten ist es wichtig, als Führungskraft Stärke und Ruhe auszustrahlen. Ich vergleiche die aktuelle Zeit gerade mit einem Schiff auf hoher See. Stellen Sie sich vor, Sie schippern mit einem Kreuzfahrtschiff über den Atlantik und fahren direkt in stürmische See. Sie können nicht umkehren und Sie können das Wellengebiet nicht umschiffen. Würde sich der Kapitän jetzt in seine Koje zurückziehen und den Kopf unter die Bettdecke stecken: Was meinen Sie würde passieren?

Ein guter Kapitän zeigt jetzt Stärke und Verständnis für die Sorgen seiner Mannschaft, er steht zu ihr. Er kennt auch sein Schiff und weiß, dass er mir ihm schon so manchen Sturm gut überstanden hat. Auf modernen Kreuzfahrtschiffen würde er die Stabilisatoren ausfahren, um so die Schäden für Mensch und Maschine so gering wie möglich zu halten.

 

Solidarität betrifft auch unsere Mitarbeiter!

Genauso wichtig ist es, dass wir in herausfordernden Zeiten zusammenhalten. Denn eines hat jede Krise immer wieder gezeigt: Es hat die Solidarität der Menschen gestärkt und den Blick auf vieles (nachhaltig) verändert. Und genau diese Solidarität wird jetzt von uns allen, vom Azubi bis zum Geschäftsführer, verlangt. Aber was heißt das? Ich denke, wir als Unternehmer und Führungskräfte sollten unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern vor allem das Gefühl von Sicherheit geben.

Ich zum Beispiel habe allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gestern eine Gehaltsgarantie gegeben, sodass sich niemand vor finanziellen Einschnitten fürchten muss und vielleicht die Miete oder Rate für das Haus nicht mehr bezahlen kann. Gleichzeitig erwarte ich von meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aber auch, dass sie reduzierte Arbeitszeiten, die auf ein Arbeitszeitkonto für spätere Zeiten „verschoben“ werden, akzeptieren und so auch ihren persönlichen Beitrag zur Bewältigung der Krise leisten.

Und eines möchte ich auch noch ergänzen: Ich vertrete die feste Meinung, dass es nicht sein kann, dass wir Firmeninhaber uns in guten Jahren fette Boni ausbezahlen und in mageren Zeiten den Mitarbeitern mit finanziellen Einbußen drohen. In bewegten Zeiten müssen wir als Unternehmer mit Solidität und Solidarität überzeugen. Das sollten uns unsere Mitarbeiter Wert sein!

 

Was können Sie konkret tun, um für Sicherheit zu sorgen?

  • Sprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern! Zeigen Sie Verständnis für die Bedürfnisse und Sorgen Ihrer Mitarbeiter. Sprechen Sie aber auch darüber, was Sie im Augenblick gerade besonders bewegt. Schaffen Sie gemeinsam Verständnis füreinander!
  • Bleiben Sie ruhig! Das Letzte, was Ihre Mitarbeiter jetzt brauchen, ist ein Chef, der wie von der Tarantel gestochen durch die Werkstatt läuft und alle 5 Minuten mit neuen Veränderungen die Mitarbeiter verunsichert!
  • Schaffen Sie Klarheit! Informieren Sie Ihre Mitarbeiter transparent und sachlich, welche wirtschaftlichen Konsequenzen die Krise für jeden bedeuten könnte. Und wenn Sie – so wie ich – die Gehälter uneingeschränkt weiterbezahlen, dann informieren Sie Ihre Mitarbeiter auch darüber. Das schafft Sicherheit!
  • Gehen Sie planvoll vor! Erstellen Sie einen Maßnahmenplan, mit dem Sie sich bereits im Vorfeld auf den Tag X vorbereiten. Wir haben für to.eyes einen 4-stufigen Notfallplan erarbeitet und diesen an alle Mitarbeiter kommuniziert!
  • Verlieren Sie nicht Ihren Humor!

 

Was uns nicht umbringt, macht uns nur stärker!

Aber ich denke Sie haben in den letzten Stunden genug schlechte Nachrichten gehört. Daher möchte ich Sie nicht noch weiter damit belästigen. Lassen Sie uns doch stattdessen einfach mal darüber nachdenken, was wir der Krise Positives abgewinnen können und wie wir uns vielleicht für die nächsten Krisen (die es sicher geben wird!) rüsten können. Nutzen Sie doch die „gewonnene Zeit“, um die Positionierung Ihres Unternehmens zu überprüfen, Ihre Strategie zu schärfen und sich selbst und das Team weiterzuentwickeln. Nutzen Sie die Zeit, um Wissen innerhalb der Firma zu transferieren. Wecken Sie schlummernde Potenziale Ihrer Mitarbeiter und schaffen Sie langfristige Perspektiven.

 

10 Punkte, die Sie jetzt angehen können, um gestärkt aus der Krise zu gehen:

  • Vermitteln Sie Wissen! Eigentlich wollten Sie Ihrem Gesellen schon längst gezeigt haben, wie man refraktioniert. Das ist aufgrund der wenigen Zeit aber bislang auf der Strecke geblieben. Ein Refraktionskurs findet derzeit nicht statt, aber was spricht dagegen, dass Sie ihm jetzt die Grundlagen zeigen!
  • Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Mitarbeiter! In vielen Betrieben mangelt es häufig an „echter“ Zeit für „echte“ Gespräche mit den Mitarbeitern. Sprechen Sie jetzt über die Ziele Ihrer Mitarbeiter, deren Wünsche und schaffen Sie Perspektiven für eine langfristige persönliche Entwicklung!
  • Schaffen Sie Ordnung! In vielen Geschäften haben sich in den letzten Jahren etliche Dinge angesammelt, zumeist in Kartons und Kisten. Schaffen Sie jetzt Ordnung und trennen Sie sich von Irrelevantem!
  • Erledigen Sie liegengebliebene Aufgaben! Viele Aufgaben – vielleicht auch die unangenehmen – sind liegengeblieben. Jetzt ist die beste Zeit sich dieser anzunehmen und die to-do-Liste abzuarbeiten!
  • Aktualisieren Sie Ihre Homepage! Auf vielen Internetseiten hat sich in den letzten Jahren ordentlich Staub angesammelt. Holen Sie jetzt den „Staubwedel“ heraus und aktualisieren Sie Ihre Internetseite!
  • Planen Sie jetzt schon Ihre Werbung für die Zeit nach der Krise! Jede Krise geht einmal zu Ende. Wenn Sie bereits jetzt (und nicht erst nach der Krise!) Ihre Werbemaßnahmen planen, sind Sie einer der Ersten, die schnell wieder Umsatz generieren können!
  • Optimieren Sie Ihre Prozesse! Versetzen Sie sich in die Lage eines externen Unternehmensberaters und gehen Sie alle Betriebsabläufe in Ruhe durch. Sie werden sicher Potenziale finden, die Zeit und Geld sparen!
  • Starten Sie jetzt große Projekte! Sie haben sicher auch das ein oder andere größere Projekt schon länger auf dem Schirm, aber bisher nie die notwendige Ruhe gefunden, das Projekt anzugehen. Dazu müssen Sie nicht zwingend Geld investieren. Ihre Zeit reicht dafür oft auch schon aus!
  • Denken Sie über Abo-Modelle nach! Mit Brillen- oder Kontaktlinsen-Abos erhöhen Sie nicht nur die Kundenbindung, Sie generieren gleichzeitig auch kontinuierliche Einnahmen und sorgen so für ein wirtschaftliches „Grundrauschen“.
  • Nehmen Sie sich Zeit für sich! Auch Sie als Unternehmer sollten einen Gang runterschalten und sich gezielt kurze Auszeiten gönnen. Ein Spaziergang durch den Wald löst so manches Problem fast von ganz alleine!


Das Wichtigste zum Schluss!

Verlieren Sie in turbulenten Zeiten nicht den Glauben an das Gute und vor allem auch nicht Ihren Humor! Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben die klare Dienstanweisung von mir erhalten, auf keinen Fall – zum Beispiel mit Kunden am Telefon – zu jammern und sich auch nicht von der negativen Stimmung anderer anstecken zu lassen. Das Letzte, was wir jetzt brauchen können ist, dass die letzten 10 % der guten Stimmung auch noch verloren gehen!

Verlieren auch Sie nicht Ihr Lächeln!

Bleiben Sie gesund!

 

Ihr Bastian Schnuchel

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